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Steuern für Expats: Ihre Einführung in das Schweizer Steuersystem


Ich kam nicht umhin, mich zu fragen … sind Schweizer Steuern für Expats wirklich die grösste Red Flag von allen?


Es gibt Fragen, die Sie potenziellen Partnern lieber früh stellen sollten. Wie: Hast du Kinder? Wohnst du zur Miete oder im Eigentum? Und: Was verstehst du unter «zu viel Geld für ein Paar Schuhe»? Mit den Schweizer Steuern ist es genau das Gleiche: Sie wollen die wichtigsten Themen schnell auf den Tisch legen. Deshalb tauchen wir heute tief in die Steuern für Expats ein. Denn ja, Sie müssen Steuern zahlen!


Ob Sie nun in die Schweiz ziehen oder die neue Romanze zur offiziellen Partnerschaft wird: Sie sollten genau wissen, worauf Sie sich einlassen – bevor Sie sich diesen (teuren) Schuh anziehen!


Warum Schweizer Steuern für Expats eine Red Flag sind

In die Schweiz zu ziehen, kann sich wie ein Traum anfühlen: verschneite Berge, himmlische Schokolade und ein Dialekt der charmanter klingt, je weniger Sie ihn verstehen. Doch für Expats kann daraus schnell ein Alptraum werden, sobald Sie steuerpflichtig sind. Beziehungsstatus: Es ist kompliziert!


Aber seien Sie beruhigt: Das Problem sind nicht Sie – und Sie sind nicht allein! Das Schweizer Steuersystem ist tatsächlich mysteriös und schwer zu verstehen. Wenn Sie Ihre Steuerfragen lieber direkt besprechen wollen, buchen Sie einfach Ihr Erstgespräch mit uns. Oder Sie gehen den Steuern für Expats hier mit uns auf den Grund.


Sind Sie und die Schweiz schon fest zusammen?

Zuerst müssen wir klarstellen, wann Sie in der Schweiz uneingeschränkt steuerpflichtig sind. Man spricht dabei auch von «Steueransässigkeit»:

  • Wenn Sie bis auf Weiteres in die Schweiz ziehen (auch mit einer B- oder L-Bewilligung).

  • Wenn Sie sich mindestens 30 aufeinanderfolgende Tage in der Schweiz aufhalten und einer Erwerbstätigkeit nachgehen (auch selbstständige Tätigkeit zählt).

  • Wenn Sie sich mindestens 90 aufeinanderfolgende Tage in der Schweiz aufhalten, ohne einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.

  • Möglicherweise auch, wenn Sie zwar nicht in der Schweiz wohnen, aber mehr als 90 Prozent Ihres weltweiten Einkommens aus Schweizer Quellen beziehen – etwa als Grenzgänger.


Wenn nichts davon auf Sie zutrifft, werden Sie dennoch für Einkommen und Vermögenswerte aus der Schweiz besteuert. Und wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie in der Schweiz steuerpflichtig sind: Kontaktieren Sie uns! So oder so ist es nun Zeit für einen tiefen Einblick in das Schweizer Steuersystem. Wir versprechen Ihnen, dass es nicht wehtut und vielleicht sogar Spass macht!


1. Was das Schweizer Steuersystem besonders macht

Wenn Sie jemanden kennenlernen, dürfen Sie Red Flags nicht ignorieren. Schauen wir also der Tatsache ins Auge, die das Schweizer Steuersystem so besonders macht: Im Unterschied zu den meisten Ländern, gibt es nicht nur ein Steuergesetz, das für alle gilt. Je nachdem, wo genau Sie in der Schweiz leben, können die Steuern variieren. Das liegt an folgenden drei Ebenen des Steuersystems:

  1. Die direkte Bundessteuer wird von allen in der Schweiz bezahlt. Sie wird vom Bund eingezogen und hängt von der Höhe Ihres Einkommens ab.

  2. Die Staatssteuer wird vom jeweiligen Kanton festgelegt. Jeder der 26 Kantone hat ein eigenes Steuergesetz und unterschiedliche Steuersätze.

  3. Die Gemeindesteuer hängt von der Gemeinde ab, in der Sie wohnen. Auch dieser Steuerfuss variiert, allerdings im Rahmen des kantonalen Steuergesetzes. 


Das klingt bereits kompliziert genug, ist aber nicht die einzige Schweizer Steuerspezialität. Neben der Einkommenssteuer wird auch eine Vermögenssteuer erhoben – etwa auf Aktien, Kryptowerte und Immobilien. Dafür gibt es keine Steuer auf Kapitalerträge. Und, anders als in vielen anderen Ländern, muss fast jeder in der Schweiz selbst eine Steuererklärung ausfüllen und Steuern einzahlen.


Die gute Nachricht: Als Expat sind Sie vielleicht von dieser Regel ausgenommen.


2. Die spezielle Steuer für Expats: Die Quellensteuer

Wenn Sie in der Schweiz leben und arbeiten, aber noch keine C-Bewilligung haben, zahlen Sie wahrscheinlich die Quellensteuer. Der Name verrät es bereits: Diese Steuer für Expats wird an der Quelle – also beim Arbeitgeber – erhoben und für Sie eingezahlt. Der Steuersatz hängt vom Kanton und anderen Faktoren ab, etwa, ob Sie verheiratet sind. Mehr zur Quellensteuer erfahren Sie hier.


Die Quellensteuer zu bezahlen, ist wie die Honeymoon-Phase einer neuen Beziehung. Alles fühlt sich einfach an, es läuft wie von selbst. Doch das Gefühl kann täuschen. Vielleicht müssen Sie doch eine Steuererklärung ausfüllen, ohne es zu wissen. Jetzt wird es also ernst!


3. Wann Sie doch eine Steuererklärung ausfüllen müssen

Manchmal ist der neue Partner schon einige Schritte weiter in der Beziehung. Er plant vielleicht schon die Hochzeit, während Sie die letzte Dating-App noch immer nicht gelöscht haben. Auch das Schweizer Steuersystem nimmt Ihre Beziehung vielleicht ernster, als Sie glauben. Auch ohne dauerhafte Aufenthaltsbewilligung müssen einige Expats nämlich eine Steuererklärung einreichen.


Sie wird als «nachträgliche ordentliche Veranlagung» (kurz NOV) bezeichnet. Und Sie begehen vielleicht schon eine Steuersünde, weil Sie die NOV nicht ausfüllen. Sprechen wir also über die wichtigsten Fakten.


Wann Steuern für Expats ernst werden

  • Wenn Sie mehr als CHF 120'000 pro Jahr verdienen oder eine Wohnimmobilie in der Schweiz besitzen, erhalten Sie automatisch Post vom Steueramt. Dann ist die NOV jedenfalls verpflichtend.

  • Je nach Kanton könnten Sie andere Schwellenwerte überschreiten, die dem Steueramt nicht automatisch bekannt sind. Und die sind wahrscheinlich niedriger, als Sie denken! In Zürich ist die NOV zum Beispiel verpflichtend ab einem steuerbaren Vermögen von CHF 80'000.

  • Sie können die nachträgliche ordentliche Veranlagung auch freiwillig einreichen. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie Abzüge geltend machen wollen, die bei der Quellensteuer nicht berücksichtigt werden. Aber Vorsicht: Wenn Sie einmal eine Steuererklärung einreichen, müssen Sie das künftig jedes Jahr tun!

  • Wenn Sie selbstständig sind, müssen Sie ebenfalls selbst eine Steuererklärung ausfüllen. Schliesslich gibt es ja keinen Arbeitgeber, der die Quellensteuer für Sie abführen könnte.

  • Die Frist zur Einreichung Ihrer NOV ist jeweils Ende März des folgenden Jahres. Die Uhr tickt also! Vielleicht wollen Sie lieber hier weiterlesen.


Wenn sich Ihre Steuern als Expat in der Schweiz zu einfach (und niedrig) anfühlen, ist das vielleicht die wahre Red Flag! Buchen Sie Ihr Erstgespräch und wir schauen uns Ihre Steuern gemeinsam an. Denn Sie wollen Ihren neuen Partner nicht direkt hinters Licht führen. Auch, wenn er wirklich kompliziert und schwer zu verstehen ist.


4. Die C-Bewilligung bekommen: Das Ende einer Expat-Ära?

Mit Ihrer C-Bewilligung lassen Sie sich endlich komplett auf die Schweiz ein. Ob Sie Schwellenwerte überschreiten oder nicht: Jetzt müssen Sie jedenfalls eine Steuererklärung ausfüllen. Deshalb kontaktieren uns viele Expats, wenn Sie Ihre Liebe zur Schweiz offiziell machen. Steuern sind schliesslich schöner, wenn Sie jemanden an Ihrer Seite haben – genau wie das Leben auch.


In manchen Fällen bemerken wir leider schnell, was viele Expats übersehen: Sie hätten schon längst eine nachträgliche ordentliche Veranlagung einreichen müssen. Das ist nicht ideal, aber nicht das Ende der Welt (oder Ihrer Beziehung mit der Schweiz). Sie können noch immer die straflose Selbstanzeige nutzen. Eine einmalige Gelegenheit, die wir Ihnen lieber ersparen wollen!


5. Steuern für Expats – über Grenzen hinweg

Es gibt keinen «Expat» ohne «Ex».  Und auch, wenn Sie nur Ihre neue Liebe zur Schweiz geniessen wollen, müssen wir über Ihre Ex-Beziehung sprechen. Denn auch wenn es um Steuern geht, ist loslassen und neu anfangen nicht ganz so einfach! Ob Sie aus anderen Ländern in Europa, aus den USA oder von noch weiter weg in die Schweiz ziehen: Ihre Steuerbelange werden folgen.


Vielleicht haben Sie noch Einkommen oder Vermögenswerte aus anderen Ländern, wie Aktiendepots, Immobilien oder Pensionskonten. Dank Doppelbesteuerungsabkommen mit vielen Ländern, werden Sie wahrscheinlich nicht doppelt Steuern zahlen. Aber das Schweizer Steueramt muss trotzdem davon wissen!


Steuern werden schnell komplizierter, wenn Sie Einkommen und Vermögen über Grenzen hinweg haben. Es ist fast so, als würde sich Ihr Ex-Partner in die neue Beziehung einmischen. Wir von der taxum AG bringen gerne Ordnung in Ihre internationalen Steueraffären. Was Ihnen zu schaffen macht, ist unser Lieblingsthema!


6. Die Schweiz und ihr Steuersystem hinter sich lassen

Wenn wir schon von Ex-Partnern sprechen: Vielleicht wollen Sie irgendwann auch die Schweiz wieder verlassen. Doch wie in jeder liebevollen Beziehung, können Sie nicht einfach aufstehen und gehen. Sie müssen bei Ihrer Gemeinde eine Abmeldung einreichen und eine Wegzugssteuererklärung ausfüllen. Ihre Steueransässigkeit in der Schweiz endet offiziell mit dem Datum Ihrer Abmeldung.


Wie so oft im Leben, kann Schlussmachen kompliziert werden. Zum Beispiel mit einem Pensionskonto in der Schweiz, das Sie nicht einfach auflösen können, ohne zusätzliche Steuern zu riskieren. Aber keine Sorge: Sobald Sie die taxum AG als Steuerberatung an Ihrer Seite haben, werden Steuern der leichteste Teil Ihres Abschieds sein. Und wahrscheinlich wollen Sie gar nicht mehr gehen!


Noch Fragen? Sprechen wir über Steuern für Expats!

Sich in die Schweiz zu verlieben, bedeutet nicht nur Sonnenschein und heile Welt. Aber haben wir nicht alle mal eine Schwäche für Mysteriöses? Das Schweizer Steuersystem ist wie Ihr persönlicher Mr. Big. Sie wissen nicht, worauf Sie sich einlassen – aber es ist die Mühe wert. Das können wir von der taxum AG bestätigen. Buchen Sie Ihr Erstgespräch und lassen Sie unsere Steuerboutique die BFF sein, die Sie durch das Labyrinth der Schweizer Steuern führt. So können Sie sich wieder auf das Paar Schuhe konzentrieren, das Sie schon so lange im Blick haben – auch, wenn es leider nicht steuerlich absetzbar ist!


Und einfach so … sind Steuern für Expats nicht mehr das Thema, das Ihrer Liebe zur Schweiz im Weg steht!

Julia Tatje sitzt am Schreibtisch und telefoniert mit Headset, Steuerberatung, Steuererklärung

Lassen Sie uns reden! 

Wir machen Steuern einfacher! Egal, ob es um Ihre Steuererklärung, Sozialversicherungen oder Fragen zum Wohneigentum geht – Sie können sich auf uns verlassen.

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